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Handlungskonzept Schule & Arbeitswelt

Schulabgänger mit schwachem Förder- oder Hauptschulabschluss bzw. ohne Schulabschluss haben kaum noch Chancen, auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Vielen Jugendlichen fehlt es an der erforderlichen Ausbildungs- oder Berufsreife.

Das Handlungskonzept beschreibt Maßnahmen, die dieser Entwicklung entgegenwirken, indem die persönlichen Voraussetzungen der Schulabgänger für den Eintritt in das Arbeitsleben gestärkt und weiterentwickelt werden.

Ziele und Vorteile

  • Steigerung der Schulabgangsquote mit Hauptschulabschluss
  • Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit und der Berufsreife
  • Realistische Stärken- und Schwächenanalyse
  • Erkennen eigener Potentiale und Möglichkeiten
  • Entwicklung beruflicher Perspektiven im ersten Arbeitsmarkt
  • Zielgerichtete Vorbereitung auf die Arbeitswelt
  • Verhinderung von Jugendarbeitslosigkeit

Zielgruppe

Das Handlungskonzept Schule & Arbeitswelt richtet sich an leistungsschwächere Schüler unter 25 Jahren.

Inhalte

FlexPhase

FlexPhase steht für flexible Übergangsphase, die zum Ziel hat, die Quote der Schulabgänger mit Hauptschulabschluss zu erhöhen, um den Einstieg in das Berufsleben zu erleichtern. FlexPhasen werden an verschiedenen Hauptschulen installiert. Zielgruppe sind leistungsstarke Förderschüler sowie Hauptschüler, bei denen ein Hauptschulabschluss ohne zusätzliche Unterstützung nicht prognostizierbar ist. Zusätzlich zu dem regulären Schulunterricht haben berufs- und praxisorientierte Einheiten einen hohen Stellenwert, die auf die Förderbedarfe der Schüler individuell zugeschnitten sind.

Förderzentren (FÖZ)

Die Förderzentren Lernen bieten intensive Unterstützung für Förderschüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Förderschwerpunkt Lernen, aber auch für Schüler anderer Schularten, bei denen im regulären Schulbetrieb keine zusätzliche Fördermöglichkeit besteht. Die berufliche Orientierung, mit den Bestandteilen des Assessment, der Berufsfelderprobung und des Coaching, ist fester Bestandteil des Lehrplanes für die Förderzentren, um den Schülern somit den Einstieg in das Arbeitsleben zu erleichtern.

Berufseingangsklasse (BEK)

Bisher sind berufsschulpflichtige Jugendliche ohne Ausbildungsplatz in JoA Klassen der Berufsschule unterrichtet worden. Die Berufseingangklassen ersetzen nun die alten JoA Klassen mit der Zielsetzung, durch ein zusätzlich installiertes, systematisches berufsorientiertes Coaching (organisiert vom Bildungsträger) den beruflich noch unorientierten Jugendlichen weitere berufsqualifizierende Maßnahmen aufzuzeigen und in die Wege zu leiten.

Coaching

Mit Hilfe des Coachings sollen Schüler in den Flexphasen, FÖZ und BEK bereits frühzeitig und zielgerichtet auf die Anforderungen des Arbeitslebens vorbereitet werden. Das Coaching dient dazu, die Jugendlichen im Hinblick auf eine realistische berufliche Entwicklung zu beraten und zu unterstützen, deren Potentiale zu erkennen und weiter zu entwickeln.

Assessments und Potentialanalysen

Assessments und Potentialanalysen sind Kompetenzfeststellungsverfahren, mit dem Ziel, bereits während der Schulzeit die Stärken und Schwächen der Jugendlichen zu ermitteln. Dieses ermöglicht eine weitere zielgerichtete und berufsorientierte Förderung der Schüler im Hinblick auf die angestrebte Berufs- und Ausbildungsreife.

Konkreter Bestandteil der Assessments/ Potentialanalysen ist die Berufsfelderprobung, während derer die Jugendlichen über mehrere Tage in speziell ausgewählten Berufsfeldern Erfahrungen mit konkreten Ausbildungsanforderungen sammeln.

Qualifizierungsbausteine

Qualifizierungsbausteine werden im Rahmen von berufsvorbereitenden Maßnahmen und den Berufseingangklassen angeboten. Ein Qualifizierungsbaustein ist in sich abgeschlossen und qualifiziert Jugendliche in einem Teilbereich eines anerkannten Ausbildungsberufes. Somit erhalten die Jugendlichen einen Überblick über realistische Berufsanforderungen und verbessern ihre Ausbildungsfähigkeit.

Dauer und Finanzierung

Das Handlungskonzept Schule & Arbeitswelt ist für den Förderzeitraum von 2007 bis 2013 mit jeweils 24-monatigen Förderperioden angelegt. Derzeit befinden wir uns in dem Bewilligungszeitraum von 2009 bis 2011.

Finanziert wird das Handlungskonzept über das Ministerium für Justiz, Arbeit und Europa des Landes Schleswig- Holstein und das Ministerium für Bildung und Frauen des Landes Schleswig- Holstein.

Zugang

Zugang zu den einzelnen Bestandteilen des Handlungskonzeptes erhalten Schüler der Förderzentren, der Flexphasen und der Berufseingangsklassen der Berufsschulen.

Ansprechpartner

Karen Jensen (Eckernförde)
Kieler Str. 57
24340 Eckernförde
0 43 51 | 72 88 - 30
E-Mail schreiben

Henning Solterbeck(Schleswig)
Ilensee 6-8
24837 Schleswig
0 46 21 | 96 18 - 12
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